Praxisinformationen Psychomotorische Ganzheitstherapie (PMG)

                     

                        

Folgende Artikel finden Sie hier:

III. Artikel über die Psychomotorische Ganzheitstherapie in der Zeitschrift RAZ

II. Buchbesprechung    

Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische Ganzheitstherapie

    für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder

        von Helga Würz

 

 I. Buchbesprechung des Buches 

   Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische Ganzheitstherapie

      von Corinna Kirchner-Müller

www.foerdervereinpsyga.de

Weitere Artikel über diese Therapieform finden Sie auf der Homepage des Fördervereins für Psychomotorische Ganzheitstherapie  

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III.

Artikel aus dem Schwarzwälder Boten vom 3.4.2009

Artikel aus dem Zollern-Alb-Kurier April 2009

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Artikel über die Psychomotorische Ganzheitstherapie in der Zeitschrift RAZ

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II. Buchbesprechung

"Ihr könnt mir wirklich helfen"

Psychomotorische Ganzheitstherapie für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder

erschienen im Pflaum-Verlag

Autorin: Christel Kannegießer-Leitner

Format/Ausstattung: 176 Seiten mit 66 Abbildungen, kartoniert

Erscheinungsdatum: 2002

ISBN: 3-7905-0763-6

Preis: EUR 23,50

Buchbeschreibung:

Bei Frau Dr. Kannegießer-Leitner handelt es sich um eine sehr interessante und engagierte Ärztin.

Fr. Dr. Christel Kannegießer-Leitner hat die Psychomotorische Ganzheitstherapie

entwickelt und hierüber auch ein Buch geschrieben. Das Buch heißt "Ihr könnt mir

wirklich helfen" und ist im Pflaum Verlag erschienen.

Frau Dr. Kannegießer-Leitner eine eigene Praxis in Rastatt, ist selbst Mutter eines behinderten Kindes und hat noch einen Förderverein gegründet, um Kindern die Psychomotorische Ganzheitstherapie zu ermöglichen, deren Eltern nicht immer das Geld für entsprechende Therapiegeräte oder Therapiehelfer aufbringen können.

Die von ihr entwickelte Psychomotorische Ganzheitstherapie unterscheidet sich von anderen anerkannten Therapieformen für behinderte und entwicklungsauffällige Kinder weniger in den einzelnen Übungen, als durch die spezielle Vorgehensweise:

Die betroffenen Familien suchen dabei zwei- bis viermal pro Jahr eine therapeutische Praxis auf. Der Therapeut untersucht den Entwicklungsstand des Patienten bezüglich seiner Stärken und Einschränkungen und erarbeitet aus diesen Erkenntnissen ein individuelles Therapieprogramm für zuhause. Die Familie wird in der Praxis gründlichst in die Durchführung dieses Therapieprogrammes eingearbeitet.

Die Therapie zuerfällt somit nicht in Einzelelemente (Physiotherapie, Ergotherapie, Logotherapie etc), sondern ist interdisziplinär. Überschneidungen werden vermieden, Fortschritte in einem Bereich können für einen anderen nutzbar gemacht werden.

Frau Dr. Kannegießer-Leitner Ärztin, Autorin und selbst Mutter eines behinderten Sohnes konzipierte die Psychomotorische Ganzheitstherapie aus der Erfahrung heraus, wie zeitraubend die häufigen Besuche bei verschiedenen Therapeuten sind und wie wichtig es ist, Zeit zu gewinnen für das tägliche Üben mit dem Kind.

Die Psychomotorische Ganzheitstherapie kann nicht nur zur Förderung behinderter Kinder eingesetzt werden, sondern auch bei Kindern mit minimalen Teilleistungsstörungen (z.B. Lese-Rechtschreib-Schwäche) und auch bei Erwachsenen.

Das Buch "Ihr könnt mir wirklich helfen" ist ein medizinisches Fachbuch, welches sich an Eltern, Therapeuten, Ärzte und Pädagogen wendet, also kein alltäglicher Buchtyp.

Denn häufig trifft man auf die Meinung von Fachleuten, dass Eltern sich überfordert fühlen oder das Verhältnis zu ihrem Kind gestört würde, wenn sie sich konsequent und intensiv in die Förderung ihres Kindes einbringen, unabhängig davon, ob dieses Kind behindert oder entwicklungsauffällig ist.

Dass dem nicht so ist, dass nämlich Eltern sehr wohl nicht nur eine aktive Rolle in der Förderung ihres Kindes übernehmen können, ja auch wollen, sondern ihnen dabei die wichtigste Rolle überhaupt zukommt, erlebt Dr. Kannegießer-Leitner tagtäglich in ihrer Praxis. Von dieser Arbeit handelt das Buch.

Das Engagement der Fr. Dr. Kannegießer-Leitner geht jedoch noch weit über ihre Arbeit in ihrer Praxis und als Autorin hinaus. Sie hat zusammen mit anderen Frauen einen Förderverein gegründet, um auch finanziell schwächeren Familien die Therapie zu ermöglichen, sie hält Vorträge und hat auch zwischenzeitlich eine Kooperation mit 2 anderen Ärztinnen, die ebenfalls nach der von ihr konzipierten Psychomotrischen Ganzheitstherapie arbeiten.

vorgestellt von Helga Würz online

 

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I. Buchbesprechung

Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische Ganzheitstherapie

für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder

Autorin der Rezension: Corinna Kirchner – Müller

Kannegießer, Christel. (1998). Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische

Ganzheitstherapie für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder.

München: Richard Pflaum. 174 Seiten, Preis 23,50 €, ISBN 3-7905-0763-6.

Das vorliegende Buch ist eine sehr persönliche Beschreibung eines Therapieansatzes

für behinderte Kinder. Die Autorin betont die Wichtigkeit interdisziplinärer

Arbeit und ermutigt Eltern und Therapeuten zur Zusammenarbeit und Reflexion zum

Wohl des betroffenen Kindes.

Nach der Einleitung beinhaltet das Buch 7 Kapitel und anschließend ein Glossar zur

Erklärung der medizinischen Fachbegriffe. Begonnen wird im 1. Kapitel mit der

Beschreibung der sehr persönlichen Beweggründe der Autorin das Buch zu

schreiben. Fr. Dr. Kannegießer ist Ärztin mit eigener Kinderarztpraxis, in der sie

vorwiegend behinderte Kinder betreut. Zudem ist sie selbst Mutter eines behinderten

Sohnes. Im 2. Kapitel definiert sie, was psychomotorische Ganzheitstherapie für sie

bedeutet. Kapitel 3, 4 und 5 beschreiben die Vorgehensweise und Durchführung

ihrer Therapie bei der Vorstellung eines Kindes in ihrer Praxis. Den größten Anteil

des Buches nimmt Kapitel 6 ein, welches sich mit unterschiedlichen Fallstudien

befasst. Der Leser kann den Weg des Kindes von der Erhebung der Anamnese über

die Therapieempfehlungen bis zu den späteren Therapieerfolgen miterleben. Im 7.

Kapitel erläutert die Autorin die theoretischen Hintergründe bezogen auf die

vorangegangenen Fallbeispiele.

Die Adressaten sind Eltern von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten oder

Behinderungen. Diese möchte die Autorin ermutigen, selbstverantwortlich für ihr Kind

eine geeignete ganzheitliche Therapie zu finden. Ebenso spricht sie Ärzte,

Therapeuten und Pädagogen an, Eltern auf diesem Weg zu unterstützen, ihr Wissen

weiterzugeben und Eltern als Co–Therapeuten auszubilden. Um auch medizinische

Laien anzusprechen, wählt sie eine allgemein verständliche Sprache und legt viel

Wert auf die Praxis. Sie verwendet unterschiedliche physiotherapeutische Ansätze

zur Behandlung behinderter Kinder und leitet daraus ihren ganzheitlichen Stil ab. Sie

erhebt dabei keinen wissenschaftlichen Anspruch, was der kurze, sehr allgemein

gefasste Theorieteil zeigt.

Einen großen Teil ihrer kritischen Auseinandersetzung widmet sie der Doman–

Therapie, die einen erheblichen Anteil ihrer Arbeit ausmacht. Einzelne Übungen

werden kritisch besprochen, ein Grundwissen über diese Form der Therapie wird

dabei vorausgesetzt. Die anderen Ansätze nach Bobath, Vojta u.a. werden nur

aufgezählt und nicht näher erläutert. Zur Verdeutlichung von Übungen und zum

Dokumentieren von Therapiefortschritten gibt es einige Schwarz–Weiß–Fotos. Diese

sind für meine Begriffe insbesondere im 6. Kapitel nicht ausreichend und zu wenig

aussagekräftig. Die Beschreibung der Befunde und der Therapie-empfehlungen

wirken sehr allgemein (z.B. S.80: „Die eingeschränkte Augenbeweglichkeit und

Fixation wurden mit den entsprechenden Übungen therapiert.“). Die Verläufe der

gezeigten Behandlungen sind grundsätzlich positiv. Etwaige Probleme oder

Rückschläge werden nicht erwähnt.

Neue Übungsanregungen für Physiotherapeuten bietet das Buch nicht, da es eine

Kombination verschiedener anerkannter Behandlungsmethoden mit Teilen der

Doman–Therapie beschreibt. Sehr wohl bietet es eine Anregung für Therapeuten,

Ärzte und Pädagogen, das schwierige Thema der Kommunikation mit Eltern

behinderter Kinder anzugehen. Diese werden ermutigt, als Co–Therapeuten

ganzheitlich mit ihrem Kind zu arbeiten.

Autorin der Rezension:

Corinna Kirchner – Müller

HCMIMueller@t-online.de

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Weitere Artikel über diese Therapieform finden Sie auf der Homepage des Fördervereins für Psychomotorische Ganzheitstherapie